Konferenzbericht: 10. Sino‑German Automotive Conference in Wolfsburg

Ort und Datum Die Konferenz fand am 10. September 2026 im Autostadt‑Komplex von Wolfsburg statt.

Teilnehmer Unternehmer und Entscheidungsträger aus dem Automobilsektor Chinas und Deutschlands nahmen an der Veranstaltung teil.

Zielsetzung Zentrale Themen waren die Entwicklung gemeinsamer Innovationsstrategien, der Technologietausch sowie die Vertiefung bilateraler Beziehungen im Zuge des globalen Übergangs zu elektrischer und digitaler Mobilität.

Kernpunkte der Diskussionen

ThemaKernaussageErgebnis
ElektrifizierungBedarf an kooperativen Entwicklungen in der Batterietechnologie und LadeinfrastrukturEinigung auf gemeinsame Forschungsprojekte in den Bereichen Lithium‑Ion‑Batterien und Solid‑State‑Batterien
DigitalisierungFokus auf KI‑gesteuerte, softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV)Absprache zur Schaffung einer gemeinsamen SDV‑Plattform mit Standard‑APIs
FabrikationEinführung von „Future‑Factory"-ModellenPläne zur Errichtung von Pilot‑Fabriken in beiden Ländern mit modularem Aufbau
Regulatorische ComplianceHarmonisierung von Sicherheits‑ und EmissionsstandardsInitiierung eines bilateralen Gremiums zur Ausrichtung an EU‑ und chinesischen Vorschriften
MarktpositionChina wird als Schlüsseltechnologiestandort und nicht nur als Verkaufsziel betrachtetFestlegung von Joint‑Ventures für Technologie‑Transfer und Marktzugang

Wirtschaftliche Implikationen

  • Wachstumsprognosen – Beide Seiten prognostizieren ein jährliches Wachstum von 5 % bis 2030 im Bereich der Elektromobilität.
  • Investitionsvolumen – Erwartete Investitionen betragen 2 Mio Euro in China und 1,5 Mio Euro in Deutschland.
  • Arbeitsmarkt – Schaffung von 10 000 Fachstellen in Forschung, Produktion und Service.

Strategische Ausrichtung

  1. Technologietransfer – Entwicklung eines transparenten Mechanismus für den Austausch von Patenten und Know‑How.
  2. Gemeinsame Forschung – Gründung einer Sino‑German Automotive Innovation Center (SGAIC) mit Fokus auf KI, Batterien und Fabrikautomatisierung.
  3. Regulatorische Harmonisierung – Einrichtung eines bilateralen Ausschusses zur Abstimmung von Zulassungsanforderungen.

Fazit

Die 10. Sino‑German Automotive Conference hat die gegenseitige Bereitschaft beider Länder zum Aufbau einer nachhaltigen, technologisch fortschrittlichen Partnerschaft unterstrichen. Durch die Bündelung komplementärer Stärken in Elektrifizierung, Digitalisierung und Produktion beabsichtigen die beiden Industrien, ihre globale Marktpräsenz zu stärken und den sich wandelnden Konsumentenbedürfnissen in der aktuellen Phase der Mobilitätswandel zu begegnen.