Unternehmensnachrichten – Jahresabschlusskorrektur bei der Alexanderwerk AG

Die Alexanderwerk AG hat vor kurzem bekannt gegeben, dass in den Jahresabschlüssen ihrer 100 %‑Beteiligung, der Alexanderwerk GmbH, Buchhaltungsfehler entdeckt wurden. Diese Fehler betreffen die letzten zehn Jahre und konzentrieren sich insbesondere auf die Jahre 2022 bis 2024. Die Ursache der Unstimmigkeiten liegt in unangemessenen Bewertungsmethoden für Vorräte, die zu überhöhten Material- und Verwaltungsaufwendungen in den Bilanzen der Tochtergesellschaft geführt haben.

Auswirkungen auf die Muttergesellschaft

Durch die spezifischen Preiskonditionen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft wirken sich die fehlerhaften Posten auch auf die konsolidierten Abschlüsse der Alexanderwerk AG aus. Das Ergebnis ist, dass sowohl die Einzelabschlüsse der Tochter als auch die konsolidierten Abschlüsse der Muttergesellschaft korrigiert werden müssen, um die tatsächliche wirtschaftliche Lage wiederzugeben.

Korrekturmaßnahmen und Zeitplan

Die Korrekturen werden derzeit im Rahmen der Erstellung der Jahres- und Konsolidierten Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2025 durchgeführt. Die Anpassungen haben voraussichtlich einen einmaligen negativen Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2025. Nach deutschem Gesellschaftsrecht gelten diese Veränderungen jedoch nicht als wesentlich, da der betroffene Betrag im Vergleich zu den Gesamtfinanzzahlen des Unternehmens relativ gering ist.

Die retrospektive Anpassung betrifft insbesondere die konsolidierten Abschlüsse für das Jahr 2024, wie es gemäß IAS 8 erforderlich ist. Das bedeutet, dass die veröffentlichten Zahlen für 2024 korrigiert werden, sobald die Aufwendungen für die Rückrechnung vollständig ausgeführt und geprüft sind.

Verzögerung der Finanzberichtserstattung

Infolge der Korrekturen hat das Management der Alexanderwerk AG darauf hingewiesen, dass die planmäßige Veröffentlichung der Finanzberichte für 2025 nicht wie ursprünglich im April 2026 erfolgen kann. Stattdessen wird die Veröffentlichung um den Termin hinaus verzögert, bis die Anpassungen abgeschlossen und die Ergebnisse verifiziert sind.

Sobald die Korrekturen abgeschlossen sind, wird das Unternehmen überrechnete Prognosen zu Umsatz, operativem Gewinn und Nettoergebnis vorlegen. Diese Prognosen sollen den Investoren und Analysten eine realistische Einschätzung der finanziellen Performance des Unternehmens ermöglichen und die Transparenz erhöhen.


Die Alexanderwerk AG betont, dass die Korrekturen notwendig sind, um die Integrität und Verlässlichkeit ihrer Finanzberichterstattung sicherzustellen. Das Management arbeitet eng mit den Wirtschaftsprüfern zusammen, um die Korrekturen zeitnah und gemäß den geltenden Rechnungslegungsstandards abzuschließen. Für Stakeholder und potenzielle Investoren bleibt die klare Kommunikation und die rechtzeitige Bereitstellung aktualisierter Daten von zentraler Bedeutung.