Unternehmensnachrichten – Fusion im europäischen mRNA-Sektor
Am 19. Januar 2026 wurde die Übernahme von CureVac NV durch den deutschen Biotech-Leader BioNTech offiziell abgeschlossen. Das Ergebnis dieser Transaktion ist ein vollständiges Delisting der CureVac-Aktien sowie die vollständige Integration des Unternehmens in die Geschäftsbereiche von BioNTech.
Hintergründe der Übernahme
CureVac, mit Sitz in Tübingen, war bislang als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen an der Nasdaq gelistet. Die Übernahme durch BioNTech wurde in einer Wertschätzung von rund 1,25 Mrd. US $ festgelegt. Der Deal brachte mehrere strategische Vorteile für BioNTech:
- Vertiefung der mRNA‑Technologie: CureVac verfügt über ein eigenständiges mRNA‑Plattform‑Portfolio, das die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten von BioNTech erweitern soll.
- Konsolidierung des europäischen Marktes: Durch die Fusion entsteht ein stärkerer, wettbewerbsfähigerer Akteur, der die europäische Position von BioNTech festigen kann.
- Schließung eines langjährigen Patentrechtsstreits: Der Streit, der seit Jahren die beiden Unternehmen belastete, wurde in diesem Rahmen endgültig beigelegt.
Auswirkungen auf die Aktionäre
Nach Abschluss des Deals ist die CureVac-Aktie an keiner Börse mehr handelbar. Alle bisherigen Anteilseigner von CureVac wurden vollständig in die Aktionärsbasis von BioNTech eingegliedert. Dies bedeutet, dass die ehemaligen CureVac-Inhaber nun Anteilseigner des erweiterten Unternehmens sind und von dessen zukünftigen Entwicklungen profitieren können.
Zukunftsperspektiven
Die Integration von CureVac in BioNTech verspricht, die Entwicklung neuer mRNA‑Therapeutika und Impfstoffe zu beschleunigen. Mit einem erweiterten Forschungsteam und einem größeren Patentportfolio können beide Unternehmen ihre Position im sich schnell entwickelnden Biotechnologiemarkt festigen. Der Schritt wird von Analysten als ein bedeutendes Signal für die weitere Konsolidierung im europäischen Biotech-Sektor gewertet.
Die Übernahme von CureVac durch BioNTech steht somit nicht nur für einen finanziellen Meilenstein, sondern auch für einen strategischen Fortschritt, der die Zukunft der mRNA‑Biosysteme in Europa maßgeblich beeinflussen wird.




