Die Akquisition von CureVac durch BioNTech: Ein Wendepunkt im mRNA‑Markt
Am 24. Januar 2026 wurde die Übernahme von CureVac durch BioNTech endgültig abgeschlossen. Der Deal, der einen geschätzten Wert von rund 1,25 Milliarden US Dollar hatte, führte zum Wegfall der Börsennotierung von CureVac an der Nasdaq und markierte damit das Ende seiner unabhängigen Handelsgeschichte.
Integration und steuerliche Implikationen
Nach der Akquisition stehen die ehemaligen Anteilseigner von CureVac vor der Aufgabe, die steuerlichen Auswirkungen des Geschäfts zu beurteilen und zu klären, wie ihre Beteiligungen im Kontext von BioNTech wiedergegeben werden. Dieser Schritt erfordert eine sorgfältige Analyse der Kapitalertragssteuer, der Bewertungsunterschiede sowie möglicher Doppelbesteuerungsabkommen, um die Interessen der Investoren optimal zu schützen.
Stärkung der Position von BioNTech
Durch die Übernahme hat BioNTech seine Stellung im mRNA‑Sektor nachhaltig gefestigt. Der zuvor als starker Konkurrent betrachtete CureVac, der in den europäischen Biotech‑Märkten beträchtliche Aufmerksamkeit erregte, verschwindet nun als eigenständige Einheit. Für BioNTech bedeutet dies nicht nur die Eliminierung eines direkten Wettbewerbers, sondern auch die Integration von CureVac’s Forschungskapazitäten, Patenten und Produktpipeline, die die Innovationskraft des Unternehmens weiter vorantreiben.
Auswirkungen auf Investoren
Investor:innen, die CureVac‑Aktien gehalten haben, müssen nun genau beobachten, wie sich die Integration auf ihre Anteile im breiteren Portfolio von BioNTech auswirkt. Fragen zur Bewertung der neu erworbenen Assets, zur erwarteten Synergieeffizienz und zu potenziellen zukünftigen Unternehmensmaßnahmen stehen im Fokus. Die Übernahme könnte zudem Auswirkungen auf die Dividendenpolitik, die Kapitalstruktur und die strategische Ausrichtung von BioNTech haben, was für die Renditeerwartungen der Anleger von entscheidender Bedeutung ist.
Ein entscheidender Wendepunkt
Der Abschluss des Deals gilt als entscheidender Wendepunkt im mRNA‑Markt. Das ehemals in Tübingen ansässige Unternehmen operiert nun unter dem Dach seines neuen Mutterunternehmens, was sowohl logistische als auch regulatorische Vorteile mit sich bringt. Gleichzeitig eröffnet die Zusammenführung von Ressourcen und Know‑How neue Wege für die Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika, die weltweit für ihre Wirksamkeit und Sicherheit geschätzt werden.
Insgesamt demonstriert die Übernahme die zunehmende Konzentration im Biotechnologiebereich und unterstreicht die strategische Bedeutung von mRNA‑Technologien für die Zukunft der Medizintechnik. Die Beobachtung, wie sich die Integration von CureVac in BioNTech konkret gestaltet, wird in den kommenden Monaten für Analysten, Investoren und die gesamte Branche von zentralem Interesse bleiben.




