Unternehmensnachrichten
CureVac NV, einst an der Nasdaq gelistet, wurde nach einer vollständigen Übernahme durch BioNTech privatisiert. Die Transaktion, die Mitte Januar abgeschlossen wurde, beinhaltete ein Aktien‑Tausch‑Verfahren, das sämtliche öffentlichen Aktien des deutschen mRNA‑Spezialisten aus dem Handel genommen hat. Der Deal, der sich auf rund 1,25 Billionen US-Dollar beläuft, wurde ausschließlich mit BioNTech‑Aktien strukturiert, und die Umstrukturierung wurde am 6. Januar 2026 finalisiert. Infolgedessen wurde der Ticker von CureVac delistet und das Unternehmen agiert nun als hundertprozentige Tochtergesellschaft von BioNTech. Der Schritt markiert eine bedeutende Konsolidierung im europäischen Biotech‑Sektor, indem ein führender Messenger‑RNA‑Entwickler unter das Dach von BioNTech fällt und der unabhängige Börsenhandel von CureVac endet.
Die Hintergründe der Übernahme
Die Fusion von CureVac und BioNTech war das Ergebnis jahrelanger strategischer Planungen und intensiver Verhandlungen. Beide Unternehmen teilen ein gemeinsames Ziel: die Entwicklung von mRNA‑basierten Therapien und Impfstoffen, die das Gesundheitswesen revolutionieren können. Während CureVac seit seiner Gründung 2013 an der Nasdaq gehandelt hat, konnte BioNTech durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Pfizer und die Einführung von Comirnaty, dem ersten mRNA‑Impfstoff gegen COVID‑19, einen enormen Marktanteil sichern.
Im Zuge der Pandemie stieg das Interesse an mRNA‑Technologien dramatisch an. Investoren, die das langfristige Potenzial dieser Plattform erkannt haben, verfolgten daher die Entwicklungen beider Unternehmen mit großem Interesse. Die Entscheidung, CureVac vollständig zu übernehmen, wurde von der Erkenntnis getragen, dass die Bündelung von Ressourcen, Know‑How und Patenten die Innovationsgeschwindigkeit im Bereich der Messenger‑RNA beschleunigen kann.
Das Transaktionsmodell
Die Übernahme erfolgte ausschließlich über einen Aktien‑Tausch. Jeder Aktionär von CureVac erhielt BioNTech‑Aktien im Verhältnis, das die Wertschöpfung beider Parteien widerspiegelte. Auf diese Weise konnte BioNTech die Kontrolle über CureVac übernehmen, ohne dass eine sofortige Kapitalzufuhr von außen erforderlich war. Der Gesamtwert des Deals, der etwa 1,25 Billionen US-Dollar beträgt, spiegelt die strategische Bedeutung der Übernahme für den europäischen Biotech‑Sektor wider.
Der Ablauf der Transaktion war in mehrere Phasen unterteilt:
- Ankündigung und Zustimmung: BioNTech kündigte die Übernahme an und erhielt die Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden.
- Aktien‑Tausch: Alle öffentlichen CureVac‑Aktien wurden gegen BioNTech‑Aktien getauscht, wobei die bestehenden Aktionäre ihren Anteil vollständig abwanderten.
- Delisting: Am 6. Januar 2026 wurde der Ticker von CureVac offiziell vom Nasdaq- und europäischen Börsenmarkt genommen.
- Reorganisierung: CureVac wurde als hundertprozentige Tochtergesellschaft von BioNTech strukturiert und agiert nun innerhalb der Unternehmensgruppe.
Auswirkungen auf den Markt
Die Privatisierung von CureVac und dessen Integration in BioNTech haben mehrere signifikante Implikationen:
- Konsolidierung im europäischen Biotech‑Sektor: Durch die Bündelung von zwei führenden mRNA‑Entwicklern entsteht ein starkes, integriertes Netzwerk, das von einer breiten Palette von Forschungs- und Entwicklungsressourcen profitieren kann.
- Effizienzsteigerung: Die gemeinsame Nutzung von Produktionsanlagen, Forschungsteams und Zulassungsprozessen reduziert Kosten und beschleunigt die Markteinführung neuer Therapeutika.
- Stärkung der Marktposition: BioNTech kann nun auf das umfassendere Portfolio von CureVac zugreifen, einschließlich seiner einzigartigen Impfstoffplattformen und des globalen Vertriebsnetzes.
- Auswirkungen auf Investoren: Der Abriss des öffentlichen Handels von CureVac bedeutet, dass die Aktionäre nun ausschließlich über BioNTech‑Aktien Wertsteigerungen erzielen können, was die Investorenstruktur des Unternehmens beeinflusst.
Ausblick
In den kommenden Jahren wird erwartet, dass die Integration von CureVac in BioNTech zu einer verstärkten Pipeline neuer mRNA‑Therapien führt, die nicht nur Impfstoffe, sondern auch zielgerichtete Behandlungen für Krebs, seltene Krankheiten und genetische Störungen abdecken. Die Synergien zwischen beiden Unternehmen könnten die Entwicklung von „next‑generation" mRNA‑Technologien vorantreiben und die Position Europas als führender Hub für biopharmazeutische Innovationen festigen.
Insgesamt stellt die Übernahme ein bemerkenswertes Ereignis im Biotech‑Bereich dar, das die Landschaft des mRNA‑Bereichs neu definiert und potenziell die Art und Weise verändert, wie wir Krankheiten vorbeugen und behandeln.




