Unternehmensnachrichten

BundesNordex SE, ein deutscher Hersteller von Windturbinen, der an der Xetra notiert ist, meldete im vierten Quartal 2025 starke Ergebnisse. Die Erlöse stiegen um 12 % auf 1,73 Mio EUR, während die Bruttomarge von 23,5 % auf 26,0 % anstieg. Der operative Gewinn betrug 0,42 Mio EUR, was einer Steigerung von 38 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Die Nettogewinnmarge erreichte 5,3 %, was die Profitabilität des Unternehmens im Vergleich zu den Branchen­durchschnitten deutlich verbesserte.

Trotz der positiven Zahlen betonen Analysten, dass die Dividendenunterstützung des Unternehmens begrenzt bleibt. Die aktuelle Ausschüttung beträgt 0,20 EUR pro Aktie, was etwa 30 % der Jahresüberschuss ausmacht. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Vestas oder Siemens Gamesa liegt die Ausschüttungsquote unter dem Branchendurchschnitt von 40 %. Dies führt zu Fragen hinsichtlich der Renditen für die Aktionäre im Jahr 2026, da das Unternehmen keine klare Dividendendebütpläne angekündigt hat.

Das Management hat die mittelfristige Marge nach oben korrigiert. Im Rahmen des Jahresplans 2026 wird ein Anstieg der Bruttomarge auf 28,0 % erwartet, basierend auf Kosteneinsparungen in der Fertigung und einer erhöhten Produktmix‑Effizienz. Gleichzeitig wurden Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre betont: Die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten soll um 15 % steigen, und die Auftragslage im Offshore‑Segment zeigt einen Trend von 20 % jährlichem Wachstum.

Die positive Reaktion der Analysten trug dazu bei, dass die Nordex‑Aktien in der vergangenen Woche einen Aufwärtstrend beibehalten konnten und neue Höchststände erreichten. Der Aktienkurs stieg von 9,10 EUR auf 9,85 EUR, ein Anstieg von 8,4 %. Das Kurs‑zu‑Ergebnis‑Verhältnis (K/E) sank von 18,2 auf 16,9, was auf eine verbesserte Wahrnehmung der Unternehmensperformance hinweist.

Ein weiterer Einflussfaktor war die robuste Performance der spanischen Infrastrukturgruppe Acciona. Nach der Veröffentlichung der überdurchschnittlichen Gewinne stieg der Acciona‑Aktienkurs um 12 %. Analysten sehen die Nordex‑Ergebnisse als wesentlichen Treiber für die starke Performance von Acciona, da beide Unternehmen auf erneuerbare Energien setzen und sich durch ähnliche Marktbedingungen beeinflussen.

Die Marktstimmung gegenüber Nordex bleibt vorsichtig optimistisch. Das Vertrauen in die operative Stärke des Unternehmens ist erkennbar, gleichzeitig wird die Unsicherheit hinsichtlich der Renditen für die Aktionäre anerkannt. Die Konsolidierung der Ergebnisse im vierjährigen Quartal sowie die nach oben korrigierten Margen geben Anlass zu einer positiven Bewertung, während die begrenzte Dividendenpolitik eine potenzielle Risikoquelle für langfristig orientierte Investoren darstellt.