Cancom SE hat seine Umsatzprognose für 2026 neu kalibriert, da die Kundinnen und Kunden trotz digitaler Transformation weiterhin zögerlich bei Investitionen sind. Die deutsche IT‑Servicegruppe erwartet nun Umsätze zwischen 1,65 und 1,75 Mrd. EUR, was einen Rückgang gegenüber dem vorherigen Bereich von 1,75 bis 1,85 Mrd. EUR bedeutet.

Die Zielwerte für EBITDA und EBITA bleiben unverändert – ein klares Signal, dass die operative Rentabilität weiterhin im Fokus steht. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang sowie eine Verschlechterung der operativen Ertragslage, was vor allem auf schwächeres Auftragsvolumen im Bereich Arbeitsplatzlösungen zurückzuführen ist.

Analysten sehen in verlängerten Entscheidungszyklen und Projektverzögerungen die Haupttreiber für die überarbeitete Prognose. Gleichzeitig bekräftigt Cancom, dass seine Kostenkontrollmaßnahmen darauf abzielen, die Margen zu stabilisieren. Der Aktienkurs reagierte mit einem Rückgang von etwa fünf Prozent an diesem Tag, was den seit Jahresbeginn zurückliegenden Abwärtstrend weiter ausweitete.

Die Anpassung der Umsatzprognose unterstreicht die Notwendigkeit einer pragmatischen und flexiblen Strategie in einem volatilen Marktumfeld. Cancom bleibt jedoch optimistisch, dass die Fokusmaßnahmen auf Kosteneffizienz und operative Exzellenz die notwendige Widerstandsfähigkeit gegen die aktuellen Marktunsicherheiten liefern werden.