Unternehmensnachrichten
Ceconomy AG hat bekanntgegeben, dass die geplante Übernahme seiner MediaMarkt‑Saturn‑Holding durch den chinesischen E‑Commerce‑Riesen JD‑Com in Österreich ins Stocken geraten ist. Die österreichische Regierung hat noch keine notwendige Investitionskontrolle genehmigt, sodass die Vollendung der Transaktion unsicher bleibt.
Aktueller Stand der Genehmigungen
| Land | Genehmigungsstatus |
|---|---|
| Frankreich | Genehmigt |
| Italien | Genehmigt |
| Deutschland | Genehmigt |
| Spanien | Genehmigt |
| Niederlande | Genehmigt |
| Polen | Genehmigt |
| Türkei | Genehmigt |
| Österreich | Nicht genehmigt (noch in Prüfung) |
Der fehlende Genehmigungsstatus in Österreich stellt das größte Risiko für die Transaktion dar, da ohne diese Zustimmung die Übernahme nicht vollzogen werden kann.
Gespräche und Verpflichtungen
Ceconomy und JD‑Com führen derzeit Gespräche mit dem österreichischen Wirtschaftsministerium. Die Parteien betonen ihre Verpflichtungen in folgenden Bereichen:
- Standorte – Sicherstellung der Fortführung der bestehenden Geschäftsstandorte.
- Arbeitsplätze – Verpflichtung zum Erhalt der bestehenden Beschäftigten.
- Datenschutz – Einhaltung der österreichischen und europäischen Datenschutzbestimmungen.
- Management‑Unabhängigkeit – Wahrung einer gewissen Autonomie des Managements von MediaMarkt‑Saturn im Zuge der Übernahme.
Auswirkungen auf die Marktwahrnehmung
Die Unsicherheit bezüglich der österreichischen Genehmigung kann die Wahrnehmung der Transaktion negativ beeinflussen:
- Investorenvertrauen – Anleger könnten die potenziellen Risiken für das europäische Einzelhandelsportfolio von Ceconomy sowie für die Expansionspläne von JD‑Com einschätzen.
- Aktienkurs – Eine Verzögerung oder ein möglicher Ausfall der Übernahme könnte zu Kursrückgängen führen.
- Regulatorische Bedenken – Die Tatsache, dass die Genehmigung in mehreren europäischen Ländern bereits erteilt wurde, steht im Kontrast zu der noch ausstehenden Entscheidung in Österreich, was die Komplexität der Transaktion erhöht.
Prognose
- Kurzfristig (3–6 Monate): Erwartete weitere Gespräche und mögliche zusätzliche Anforderungen seitens der österreichischen Behörde.
- Mittelfristig (6–12 Monate): Falls die Genehmigung erteilt wird, könnte die Übernahme abgeschlossen werden.
- Langfristig (über 12 Monate): Risiko eines vollständigen Ausfalls der Transaktion, falls die Genehmigung nicht erteilt wird.
Die Entwicklung der Genehmigungsentscheidung in Österreich ist entscheidend für die weitere Strategie von Ceconomy und JD‑Com im europäischen Markt.




