Covestro AG: Strukturreformen und strategische Ausweitung im asiatisch-pazifischen Raum
Die deutsche Polymerfirma Covestro AG befindet sich aktuell in der Abschlussphase ihrer Umstrukturierung, nachdem die in Abu Dhabi ansässige ADNOC‑Gruppe die Kontrolle übernommen hat. Die Akquisition hat zu einer Rücknahme der Prime‑Standard‑Notierung an der Frankfurter Börse geführt und den Ausstieg der verbliebenen Minderheitsaktionäre initiiert. Im neuen Eigentümer‑Setup hält ADNOC nunmehr mehr als 95 % der Anteile. Folglich bereitet sich das Unternehmen auf einen vollständigen Austritt aus dem unabhängigen Börsenhandel vor.
Gleichzeitig hat Covestro die Produktionskapazität für Toluol‑Diisocyanat (TDI) in Shanghai erheblich ausgeweitet und die Jahresproduktion erhöht, um den steigenden Bedarf des asiatisch‑pazifischen Marktes besser bedienen zu können. Dieser Schritt unterstreicht die Absicht des Unternehmens, seine Fertigungspräsenz in der Region zu stärken und gleichzeitig die Lieferkettenresilienz zu verbessern.
Des Weiteren hat Covestro ein Memorandum of Understanding (MoU) mit Fertiglobe und TA’ZIZ unterzeichnet, um eine stabile Ammonierversorgung zu sichern und damit die Rohstoffbasis für seine Kernproduktlinien weiter zu festigen. Diese Vereinbarung bildet ein Fundament für eine nachhaltige Versorgungssicherheit, die für die Herstellung von Polyurethanen und anderen Polymerprodukten von entscheidender Bedeutung ist.
Die aktuellen Entwicklungen lassen darauf schließen, dass Covestro stärker in das ADNOC‑Portfolio integriert wird, während gleichzeitig die Fertigungspräsenz und die Lieferkettenverpflichtungen im Chemiesektor ausgebaut werden. Durch die Kombination von struktureller Umorientierung und strategischer Expansion positioniert sich das Unternehmen für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend globalisierten Marktumfeld.




