Covestro: Reaktionen auf die EU-Methanverordnung und Perspektiven für LNG-Lieferketten
Der Vorstandsvorsitzende von Covestro, Rainer Seele, hat in einer Stellungnahme an das Handelsblatt die anstehenden Auswirkungen der EU-Methanverordnung auf die gasbezogenen Aktivitäten des Unternehmens hervorgehoben. Seine Aussagen verdeutlichen, wie die neuen Regelungen den Zugang zu wichtigen Lieferquellen für deutsche Energie- und Chemieunternehmen einschränken könnten.
Seele betonte dabei die entscheidende Rolle langfristiger Lieferverträge. Solche Vereinbarungen seien notwendig, um großangelegte Investitionen abzusichern und mit der Strategie von Covestro im Anschluss an die Akquisition des deutschen Polymerherstellers in Einklang zu bringen. Langfristige Verpflichtungen würden somit nicht nur die finanzielle Stabilität des Unternehmens stärken, sondern auch die Planungssicherheit erhöhen, die für die Entwicklung neuer Produktionsanlagen von zentraler Bedeutung ist.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Mitteilung war das kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung‑Memorandum zwischen dem deutschen Gasimporteur Sefe, dem staatlichen Energieunternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dessen Investmentarm XRG. Diese Kooperation soll die Erkundung einer Zusammenarbeit entlang der gesamten LNG‑Wertschöpfungskette ermöglichen, trotz der regulatorischen Hürden, die durch die EU-Methanverordnung entstehen.
Die Diskussion um die LNG‑Lieferketten veranschaulicht die breiteren Spannungen zwischen den Klimazielen der EU und den Interessen der Industrieakteure, stabile, langfristige LNG‑Lieferungen zu sichern. Für Covestro bedeutet dies, dass das Unternehmen sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen der europäischen Klimapolitik sorgfältig abwägen muss, um seine Position auf dem Markt zu behaupten und gleichzeitig die Verpflichtungen gegenüber Umweltzielen einzuhalten.




