Börsenstatus‑Änderung von Covestro AG

Covestro AG, ein an der Frankfurter Börse gelisteter deutscher Polymerhersteller, hat den Wechsel des Börsenstatus von Prime Standard zu General Standard bekannt gegeben. Der Schritt wurde vom Mehrheitsaktionär initiiert und signalisiert einen Fokuswechsel von der eigenständigen Wachstumsverfolgung hin zur Abwicklung der bestehenden Eigentümerstruktur.

Der Aktienkurs reagierte auf die Ankündigung neutral; nach dem Börsenschluss blieb der Kurs stabil. Die nächste entscheidende Unternehmensentscheidung ist die Hauptversammlung im April. Dort soll ein möglicher Ausstiegsdruck auf Minderheitsaktionäre geklärt werden.

Ausbau der Produktionskapazitäten in China

Parallel zur Börsenstatus‑Änderung hat Covestro die Produktion an einer neuen Thermoplastik‑Polyurethan‑ (TPU) Anlage in Zhuhai, China, aufgenommen. Die Anlage wurde Anfang Januar 2024 in Betrieb genommen. Sie wird ein erhebliches TPU‑Volumen für die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum liefern und die Nachfrage aus Branchen wie Automobil, Elektronik und Schuhwerk unterstützen.

Die Investition, die bereits im Jahr 2023 angekündigt wurde, unterstreicht die fortlaufende Erweiterung des Polymerportfolios des Unternehmens in Schlüsselwachstumsregionen.

Ausblick

Die Börsenstatus‑Änderung und der Ausstoß neuer Produktionskapazitäten in China sind Teil einer strategischen Neuausrichtung von Covestro. Die Stabilität des Aktienkurses nach der Ankündigung sowie der Fokus auf die Abwicklung der Eigentümerstruktur deuten auf eine mögliche Reduktion von Unternehmensrisiken hin. Gleichzeitig signalisiert die neue TPU-Anlage eine gezielte Expansion in wachstumsstarken Märkten, was die Position des Unternehmens in der Polymerbranche weiter stärken dürfte.