Drägerwerk AG in Erwartung einer Entscheidung der deutschen Regierung zum EU-weiten PFAS-Verbot
Drägerwerk AG beobachtet die Entwicklungen rund um das vorgeschlagene EU-weite Verbot von Per‑fluoro‑alkyl‑Substanzen (PFAS) mit einer Mischung aus Besorgnis und strategischer Offenheit. In einer Stellungnahme hat Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger deutlich gemacht, dass das Unternehmen bereit ist, an einer regulatorischen Intervention mitzuwirken, die den aktuellen Entwurf der Richtlinie überarbeiten und zugleich die nationale Industriegrundlage schützen könnte.
Die Bedenken des Unternehmens drehen sich um die potenziellen Auswirkungen des Verbotes auf die Produktionsprozesse und die Lieferkette von Drägerwerk. Ein vollständiges Verbot könnte erhebliche Anpassungen in der Materialbeschaffung, in der Prozessgestaltung sowie in den Qualitätskontrollen erforderlich machen. Diese Veränderungen könnten nicht nur die Kostenstruktur, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im internationalen Markt beeinträchtigen.
Drägerwerk AG betont, dass es keine formellen Maßnahmen ergriffen hat, sondern die Entwicklungen genau verfolgt. Das Unternehmen hält sich bereit, eng mit den deutschen Behörden zusammenzuarbeiten, um ein ausgewogenes regulatorisches Ergebnis zu erzielen. Durch die Einbringung von Fachwissen und praktischen Erfahrungen aus der Luftfahrt- und Medizintechnikbranche möchte Drägerwerk sicherstellen, dass die Interessen der deutschen Fertigungsindustrie gewahrt bleiben.
Die Situation bleibt dynamisch: Je nachdem, wie die EU-Richtlinie ausfällt und welche Kompromisse in Deutschland möglich sind, könnten signifikante Auswirkungen auf die gesamten deutschen Fertigungssektoren folgen. Drägerwerk AG positioniert sich daher als aktiver Gestalter der Zukunft, der die Balance zwischen regulatorischer Verantwortung und industrieller Wettbewerbsfähigkeit wahren will.




