Unternehmensnachrichten

Der Vorstandsvorsitzende der EnBW fordert einen Neubeginn der Zielsetzungen für die Offshore-Windkraft in Deutschland. Als Hauptargument führt das Unternehmen steigende Kosten für Turbinen, Logistik und Kabeln an. Nach Angaben von EnBW haben sich die Bedingungen im Sektor in den letzten fünfzehn Jahren erheblich verschlechtert, was zu Preissteigerungen von über fünfzig Prozent geführt hat.

Auf Grundlage dieser Entwicklungen schlägt EnBW vor, die geplante Kapazität vorübergehend auf rund fünfundfünfzig Gigawatt zu reduzieren. Nach dieser Maßnahme soll der Fortschritt erneut bewertet werden.

Der Konzern betreibt derzeit vier Offshore‑Parks – Baltic I, Baltic II, Hohe See und Albatros – und plant, im späteren Sommer das Projekt He Dreiht hinzuzufügen. EnBW betont seine Unterstützung für die breitere Wind‑Energiestrategie der Regierung. Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass der Energiewandel ein langfristiges Unterfangen sei und frühere Zielsetzungen möglicherweise angepasst werden müssen.

Des Weiteren kritisiert das Unternehmen die Handhabung einer vorgeschlagenen Umverteilungspufferreserve durch die Regierung. Als Alternative wird ein neues Entschädigungsmodell vorgeschlagen, um die Finanzierung neuer Projekte zu erleichtern.