Unternehmensnachrichten

EnBW – Vorstandsvorsitzender fordert Neubewertung der Offshore‑Wind‑Strategie

EnBWs Vorstandsvorsitzender, Georg Stamatelopoulos, hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, ihre Zielsetzungen für Offshore‑Windkraft neu zu prüfen. Er begründet diese Forderung mit steigenden Kosten für Turbinenbeschaffung, Logistik und Kabelverlegung, die die Wirtschaftlichkeit des Sektors erheblich verändern.

Kostenentwicklung

  • Kostensteigerung von 30 – 40 % innerhalb der letzten fünf Jahre
  • Kostensteigerung von 50 % innerhalb der letzten fünfzehn Jahre

Diese Zahlen dienen als Basis für die Empfehlung, die weitere Expansion vorübergehend einzustellen.

Empfohlene Vorgehensweise

Stamatelopoulos schlägt vor, dass EnBW zunächst das Meilensteinziel von 55 GW verfolgt. Erst nach Erreichung dieses Ziels soll die Strategie für zukünftige Entwicklungen neu bewertet werden. Der Vorstandsvorsitzende betont, dass der Energiewandel ein langfristiges Projekt sei, dessen frühere Zielsetzungen möglicherweise nicht mehr optimal sind.

Stellungnahme von EnBW

EnBW bekräftigt seine Unterstützung für die Gesamtpolitik der Bundesregierung. Gleichzeitig fordert das Unternehmen einen realistischeren und finanziell nachhaltigen Ausbau der Offshore‑Windkraft, um die langfristige Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.

Fazit

Die Forderung von EnBW unterstreicht die Notwendigkeit, die Kosten- und Wirtschaftlichkeitsfaktoren im Offshore‑Windsektor genauer zu analysieren. Durch eine gezielte Zielsetzung von 55 GW und eine anschließende Neubewertung der Expansion soll die langfristige Tragfähigkeit der Energiewende gesichert werden.