Europäische Kommission prüft die Übernahme von Ceconomy durch JD.com

Die Europäische Kommission hat ihre Bedenken im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des deutschen Elektronikhändlers Ceconomy durch das chinesische E‑Commerce-Unternehmen JD.com geäußert. Im Rahmen der EU‑Verordnung zu ausländischen Subventionen hat die Kommission ein Erklärungsdokument veröffentlicht, das mögliche Verstöße im Zusammenhang mit vorteilhaftem Finanzierungsangebot, Steueranreizen oder anderen Subventionen darlegt, die JD.com ermöglicht haben könnten, einen Aufschlag für Ceconomy zu zahlen.

Die Untersuchung, die im Mai gestartet wurde, soll voraussichtlich bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Nach Abschluss muss JD.com gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen ergreifen, um die Genehmigung der Transaktion zu sichern. JD.com betont, dass der Deal Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa fördern werde, und rechnet mit einem positiven Ergebnis im zweiten Halbjahr.

Diese Prüfung spiegelt die breitere Bemühung der EU wider, ausländische staatliche Beihilfen zu überwachen und einen fairen Wettbewerb für europäische Einzelhändler zu gewährleisten. Durch die Überwachung solcher Transaktionen soll sichergestellt werden, dass keine heimischen Unternehmen durch unfaire finanzielle Unterstützung benachteiligt werden und dass die europäischen Märkte offen und transparent bleiben.