Innoscripta SE feiert nahezu neunmonatiges IPO‑Jubiläum

Innoscripta SE, ein in München ansässiger Anbieter von Software-as-a-Service-Lösungen, hat das fast neunmonatige Jubiläum seiner Erst‑Public‑Offering‑Notierung erreicht. Das Unternehmen, das sich auf die Ermittlung und Nutzung steuerlicher Förderungen für Forschung und Entwicklung spezialisiert hat, hat in einem aktuellen Interview mit Der Aktionär einen Überblick über die Entwicklungen seit dem Börsengang gegeben.

Reflexion über die IPO‑Erfahrung

Chief Operating Officer Sebastian Schwertlein betonte, dass die Notierung als „erfolgreich" bewertet werden könne, ungeachtet jüngster Kursschwankungen. Für ihn steht vor allem die Tatsache im Vordergrund, dass die Börsengangstätigkeit das Unternehmen auf eine Plattform gebracht hat, auf der es seine Wachstumsziele systematisch verfolgen kann. Schwertlein wies darauf hin, dass die Volatilität des Aktienkurses ein normaler Bestandteil des Marktes sei und das Unternehmen die nötige Flexibilität habe, um auf solche Schwankungen zu reagieren.

Clusterix‑Plattform als Wachstumstreiber

Ein Schwerpunkt des Interviews war die Clusterix‑Plattform des Unternehmens, die die Identifizierung, Validierung und Steuerung von F&E‑Projekten erleichtert. Schwertlein hob die Plattform als Kernkompetenz hervor, die es Innoscripta ermöglicht, maßgeschneiderte Beratung in Kombination mit technischer Umsetzung anzubieten. Durch die Integration von Datenanalyse und automatisierten Prozessen positioniert sich das Unternehmen als zuverlässiger Partner für Unternehmen, die ihre Innovationsprozesse optimieren möchten.

Expansionspläne und Marktpräsenz

In Bezug auf die Zukunftskonturen skizzierte Schwertlein ehrgeizige Expansionspläne. Dabei geht es primär um die Ausweitung der Marktpräsenz in Deutschland sowie in angrenzenden europäischen Ländern. Die Strategie umfasst sowohl organisches Wachstum als auch gezielte Akquisitionen, die die Produktpalette ergänzen und neue Kundensegmente erschließen sollen. Gleichzeitig wird betont, dass die aktuelle Marktbedingungen – insbesondere die begrenzte Anzahl neuer Listings an der deutschen Börse in den vergangenen Jahren – eine solide Ausgangsbasis für den Ausbau bieten.

Fokus auf die Nachfrage nach spezialisierten Beratungs‑ und Softwarelösungen

Innoscripta bleibt auf den Kernbereich der Unterstützung von Unternehmen bei der steuerlichen Förderungsidentifikation fokussiert. Die Nachfrage nach spezialisierten Beratungs‑ und Softwarelösungen im F&E‑Sektor ist nach wie vor stark, da Unternehmen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und zugleich steuerliche Vorteile nutzen wollen. Innoscripta nutzt diese Dynamik, um sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch bestehende Beziehungen zu vertiefen.

Eigentumsverhältnisse und Unternehmensstruktur

Die Gesellschaft bleibt im Besitz der Hohenester Beteiligungs‑UG, die als Muttergesellschaft fungiert, während Innoscripta weiterhin als Tochtergesellschaft operiert. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, von einer klaren Governance und einem fokussierten operativen Management zu profitieren, ohne dass die Interessen der Muttergesellschaft die tägliche Geschäftsführung beeinträchtigen.


Insgesamt verdeutlicht das Interview, dass Innoscripta SE sich trotz eines relativ kurzen Publikumslebens bereits als stabile Kraft im Bereich F&E‑Förderung etabliert hat. Durch die Kombination aus technischer Plattform, strategischem Wachstum und einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden positioniert sich das Unternehmen gut, um die aktuelle Nachfrage nach spezialisierten Lösungen weiter zu bedienen.