Unternehmensnachrichten

Der ehemalige Profifußballer Jens Lehmann hat Klage gegen die Treuhandgesellschaft eingereicht, die seine Investition in die UMT United Mobility Technology AG – ein in München ansässiges Unternehmen für Mobilitäts­zahlungen – verwaltete. Lehmann behauptet, er habe ein großes Anteilspaket zu einem rabattierten Preis zugesichert bekommen, der tatsächliche Ausgabepreis und die Bewertung jedoch niedriger gewesen sei als dargestellt. Er legt dar, die Treuhand habe den wahren Wert der Anteile sowie die Nutzung des neuen Kapitals nicht offengelegt. Der Streitpunkt liegt darin, ob eine Vertragsänderung – die Änderung des Stückpreises von einem Euro auf zwei Euro – ordnungsgemäß an Lehmann kommuniziert wurde. Das Gericht muss weitere Verhandlungen abwarten, um die Rechtsgültigkeit der behaupteten Änderung und Lehmans Kenntnis davon festzustellen.

UMT hat in jüngerer Zeit Volatilität erfahren, nachdem ein geplantes Übernahmevorhaben eines Baugeräte‑Konzerns den Aktienkurs stark fallen ließ und die Anschaffungskosten anschließend abgeschrieben wurden. Der Konflikt verdeutlicht breitere Bedenken hinsichtlich Transparenz und Corporate Governance in der Investor-Relations‑Praxis des Unternehmens.