Unternehmensnachrichten
Jumia Technologies AG hat entschieden, im ersten Quartal 2026 sämtliche Aktivitäten in Algerien einzustellen. Dieser Schritt ist ein klares Signal der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zu einem schlankeren, profitabilitätsorientierten Geschäftsmodell.
Der Austritt aus Algerien folgt auf bereits erfolgte Rückzüge aus Südafrika und Tunesien und lässt Jumia weiterhin in acht Schlüsselregionen Afrikas aktiv bleiben. Bei der Analyse der Marktdaten stellten die Führungskräfte fest, dass Algerien einen äußerst geringen Anteil am Gesamt‑Brutto‑Merchandise‑Wert des Unternehmens ausmachte. Zusätzlich erschweren restriktive Handelspolitiken sowie eine stark cash‑abhängige Wirtschaft nachhaltiges Wachstum in der Region.
Der CEO betonte, die Neuausrichtung sei notwendig, um die operative Effizienz zu steigern und Ressourcen gezielt auf Märkte zu konzentrieren, die klarere Pfade zur Rentabilität bieten. In diesem Zusammenhang wird das Unternehmen seine Anstrengungen verstärkt auf die Optimierung des Logistiknetzwerks sowie auf die Vertiefung der Kundenbindung in den Kernmärkten ausrichten.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Nigeria, wo das Wachstum weiterhin robust ist. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs durch chinesische Plattformen wie Temu und Shein wird die strategische Positionierung von Jumia darauf abzielen, durch ein effizienteres Liefernetzwerk und ein stärkeres Kundenengagement einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Diese Entscheidung unterstreicht die Entschlossenheit von Jumia, Ressourcen optimal zu bündeln und gleichzeitig die langfristige Profitabilität zu maximieren, während es weiterhin das Potenzial der vielversprechendsten afrikanischen Märkte ausnutzt.




