Unternehmensnachricht – Jungheinrich AG: Schließung des Lüneburg-Standorts
Jungheinrich AG hat die dauerhafte Schließung seines Produktionsstandorts in Lüneburg zum Ende März 2027 verkündet. Die Entscheidung wurde im Anschluss an langwierige Verhandlungen mit dem IG Metall und einem verlängerten Streik, der mehr als zwei Monate dauerte, getroffen.
Die Maßnahme betrifft ca. 160 Beschäftigte. Für diese haben das Unternehmen und die Gewerkschaft ein umfassendes Interessenabstimmungspaket, eine Sozialabwicklung sowie einen Sozialtarifvertrag zur Abschwächung der Folgen vereinbart. Damit signalisiert Jungheinrich, dass der soziale Ausgleich im Vordergrund steht, während gleichzeitig die strukturelle Neuausrichtung vorangetrieben wird.
Trotz eines moderaten Rückgangs der 2024‑Ergebnisse und Umsätze im Vergleich zum Vorjahr bleibt das Unternehmen konsequent auf sein langfristiges Ziel ausgerichtet: bis 2030 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro zu erreichen. Diese Zielsetzung unterstreicht die strategische Positionierung des Unternehmens als führender Anbieter im Bereich der industriellen Logistik.
Die Ankündigung hat zu einer leichten Kursdämpfung der Aktien geführt. Anleger interpretieren die betriebliche Veränderung als Kostenimplikationen und potenzielles Risiko für die zukünftige Rentabilität. Aus dieser Sicht betrachtet das Unternehmen die Schließung als notwendige Maßnahme zur Optimierung der Produktionskapazitäten und zur Sicherung langfristiger Wachstumschancen.
Insgesamt verdeutlicht die Entscheidung von Jungheinrich, dass operative Effizienz und strategische Ausrichtung Hand in Hand gehen – ein Ansatz, der den Weg für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Unternehmensentwicklung ebnet.




