Koenig & Bauer AG: Abschluss der Leniency‑Vereinbarung in Brasilien

Koenig & Bauer AG hat mit den brasilianischen Behörden eine Leniency‑Vereinbarung abgeschlossen, die ein langjähriges Korruptionsverfahren, das im Jahr 2019 begann, beendet. Die Vereinbarung, die mit der Controladoria‑Geral da União getroffen wurde, sieht eine Zahlung von etwa CHF 11,5 Millionen als Entschädigung für angeblich erlangte Vorteile in Verträgen mit der brasilianischen Münzanstalt zwischen 2008 und 2011 vor.

Konsequenzen und Auswirkungen

Die Vereinbarung führt weder zu einer Geldstrafe noch zu einem Ausschluss aus zukünftigen öffentlichen Aufträgen. Die Geschäftsführung betont, dass die Regelung die Ertragslage oder die finanzielle Position der Gruppe nicht wesentlich beeinträchtigen wird. Durch die Klärung des Sachverhalts können die Anteilseigner nun klare Perspektiven gewinnen, während das Engagement des Unternehmens für ein robustes Compliance‑System weiter gestärkt wird.

Historischer Kontext

Die banknotenprägende Tochtergesellschaft, Koenig & Bauer Banknote Solutions S.A., hat vollständig kooperiert. Die Schweizer Untersuchung wurde 2017 mit einer symbolischen Geldstrafe sowie einer Rückzahlung von kriminellen Gewinnen abgeschlossen. Dieser Abschluss markiert ein bedeutendes Kapitel in der internationalen Compliance‑Strategie des Unternehmens und unterstreicht die Bereitschaft, regulatorische Anforderungen proaktiv zu erfüllen.

Ausblick

Der Abschluss der Leniency‑Vereinbarung liefert ein starkes Signal an Investoren, Partner und Aufsichtsbehörden, dass Koenig & Bauer AG nicht nur die Vergangenheit bereinigt, sondern auch konkrete Maßnahmen zur Prävention zukünftiger Risiken ergreift. Das Unternehmen setzt damit einen klaren Kurs auf Transparenz, verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken und nachhaltiges Wachstum auf globaler Ebene.