Unternehmensnachrichten – PSI Software SE
Die PSI Software SE hat im ersten Quartal des dritten Jahres ihres Geschäftsjahres 2026 einen moderaten Umsatzanstieg von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Das Wachstum ist maßgeblich auf die beiden Geschäftsbereiche Grid & Energy Management sowie Logistik zurückzuführen, die jeweils um 7,8 % bzw. 4,3 % zunahmen. Diese Entwicklungen unterstreichen die strategische Positionierung des Unternehmens in wachstumsstarken Sektoren, die durch steigende Energieeffizienz‑ und Lieferkettenanforderungen geprägt sind.
Ergebnisentwicklung
Trotz des positiven Umsatztrendes schrumpften die bereinigten Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBITDA) um 9,1 %. Der Haupttreiber dieser Rückgänge sind die erhöhten Restrukturierungs- und Transaktionskosten, die in der ersten neunmonatigen Periode 2026 einen Gesamtsumme von 3,4 Mio. EUR betragen haben. Im Gegensatz dazu zeigt das nicht bereinigte EBIT eine leichte Verbesserung um 2,6 % und bleibt jedoch weiterhin im negativen Bereich, was die Notwendigkeit einer strukturellen Kostenoptimierung bestätigt.
Das Nettoergebnis stieg im Berichtszeitraum um 1,1 % auf 1,8 Mio. EUR, was die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens unter Beweis stellt. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich um 0,4 % und lag bei 0,24 EUR, ein Indikator für die stabilisierte Ertragskraft trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfelds.
Auftragslage und Auftragstermintresor
Die Auftragslage und der Auftragstermintresor sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % bzw. 5,2 % zurückgegangen. Der Rückgang des Auftragstermintresors ist primär auf den generellen Abschwung in der europäischen Stahlindustrie zurückzuführen, der die Nachfrage in der Logistik‑ und Energiewirtschaft beeinflusst hat. Die Auftragsentwicklung bleibt jedoch stabil, was eine solide Basis für zukünftige Wachstumsprognosen schafft.
Kosten‑ und Kapitalmaßnahmen
PSI hat mehrere Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet, darunter die Optimierung von Vertriebs- und Produktionsprozessen sowie die Rationalisierung von IT‑Infrastrukturen. Parallel dazu wurde eine Kapitalerhöhung von 15 Mio. EUR durchgeführt, um die Bilanz zu stärken und die finanzielle Flexibilität für strategische Investitionen zu erhöhen. Die Maßnahmen sollen die Margen im mittelfristigen Zeitraum signifikant verbessern.
Ausblick und mögliche Delisting‑Strategie
Mit Blick auf die kommenden Monate bereitet sich PSI Software SE auf ein potenzielles Delisting im Anschluss an ein Übernahmeangebot vor. Die Führungsebene sieht darin eine Möglichkeit, die Unternehmensstruktur zu optimieren und die Kontrolle über strategische Entscheidungen zurückzugewinnen. Der Fokus wird dabei auf einer konsequenten Umsetzung der Kostenreduktionsprogramme und einer nachhaltigen Wachstumsstrategie liegen, um die Marktposition in den Bereichen Grid, Energy Management und Logistik weiter auszubauen.
Insgesamt zeigt PSI Software SE eine robuste Positionierung in zukunftsträchtigen Sektoren, kombiniert mit gezielten strukturellen Maßnahmen, um die langfristige Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.




