Rheinmetall AG übernimmt Bauausführung der F126‑Zerstörer
Die Rheinmetall AG hat angekündigt, die verzögerte Bauausführung der F126‑Zerstörer der deutschen Marine zu übernehmen. Ziel ist es, sich im Sommer als Generalunternehmer für den Vertrag zu sichern.
1. Projektstatus und Zielsetzung
- Abteilung Maritime Systems (unter Leitung von Tim Wagner) beabsichtigt, die Produktionslaufzeiten zu verkürzen.
- Die erste der sechs Schiffe soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2031 geliefert werden.
2. Hintergrund der Übernahme
- Rheinmetall hat kürzlich die Marinebauabteilung der Lürssen Group, NVL BV & Co. KG übernommen.
- Diese Einheit umfasst unter anderem das Hamburger Werftunternehmen Blohm+Voss.
- Der ursprüngliche niederländische Auftragnehmer Damen Naval hat erhebliche Verzögerungen aufgrund von IT-Problemen erlebt, wodurch das Programm hinter dem Zeitplan zurückfiel.
3. Maßnahmen des Verteidigungsministeriums
- Das deutsche Verteidigungsministerium hat ein umfassenderes Vorstoß zum Beschleunigen des Programms initiiert.
- Die Übernahme durch Rheinmetall ist Teil dieses Vorstoßes.
- Als Alternative sind kleinere Meko‑A‑200‑Zerstörer von TKMS in Kiel vorgesehen.
4. Erwartete Auswirkungen
- Durch die Integration von Blohm+Voss und anderer Kapazitäten der Lürssen Group wird die Bauausführung zentralisiert.
- Die Verkürzung der Produktionslaufzeiten soll die Einhaltung des Zeitplans der F126‑Serie sicherstellen.
- Der Wechsel von Damen Naval zu Rheinmetall reduziert die Abhängigkeit von externen IT-Systemen und verringert das Risiko weiterer Verzögerungen.
5. Fazit
Die Übernahme der Bauausführung durch Rheinmetall AG und die damit verbundene Integration der Lürssen Group‑Kapazitäten stellen einen strategischen Schritt dar, um die Lieferung der F126‑Zerstörer in der vorgesehenen Zeit zu gewährleisten. Der Plan, die erste Schiffslinie in der zweiten Hälfte von 2031 zu liefern, unterstreicht das Engagement der deutschen Marine und des Verteidigungsministeriums, die Modernisierung der Flotte zügig voranzutreiben.




