RWE kündigt geplante Beteiligungsaufstockung bei Amprion an
RWE plant, seinen indirekten Beteiligungsanteil am Hochspannungsnetzbetreiber Amprion auf 55 % zu erhöhen. Der Kauf, der etwa 3,6 Mrd. € kostet, soll durch eine Kapitalerhöhung finanziert werden. Im Rahmen dieser Maßnahme werden bis zu 74 Mio. neue Aktien an institutionelle Investoren ausgegeben.
Der Vorstandsvorsitzende stellte die Transaktion als Teil der Strategie dar, das regulierte Netzanlagengeschäft als drittes Kerngeschäft neben erneuerbaren Energien und flexibler Stromerzeugung zu etablieren. Er betonte, dass die Maßnahme die Ausweitung des deutschen Übertragungsnetzes in den kommenden Jahren unterstützen werde.
Zur Bilanzierung wies RWE darauf hin, dass die Akquisition nach dem Beteiligungsmethoden-Ansatz und nicht nach vollständiger Konsolidierung erfolgen wird. Das zusätzliche Kapital sei dazu bestimmt, zukünftige Investitionen bis 2031 zu sichern.
Die Ankündigung erfolgte in einer Phase moderater Kursgewinne der RWE-Aktie. Nach der Meldung zeigte die Aktie im After‑Hours-Handel einen leichten Rückgang.




