Kernaussage
Salzgitter AG hat ein Rahmenmemorandum mit Thyssenkrupp Steel Europe unterzeichnet, das die vollständige operative Kontrolle der Duisburger Stahlwerke (Krupp Mannesmann, HKM) an Salzgitter überträgt. Der Übergang ist für Anfang Juni geplant. Gleichzeitig wird die Belegschaft von rund 3 000 auf etwa 1 000 Mitarbeitende reduziert.
Vertragsdetails
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Vertragspartner | Salzgitter AG und Thyssenkrupp Steel Europe |
| Regelungsart | Rahmenmemorandum, nicht bindend für sämtliche operativen Entscheidungen |
| Kontrollübergang | Salzgitter übernimmt vollständige operative Kontrolle |
| Thyssenkrupp‑Anteil | Aufgabe des Anteils an der Anlage |
| Beginn des Übergangs | Anfang Juni 2026 |
| Produktionsziel | Fortführung der Stahlproduktion unter eigener Leitung von Salzgitter |
| Belegschaft | Reduktion von ca. 3 000 auf ca. 1 000 Beschäftigte |
Kontext und Hintergrund
Die Vereinbarung erfolgt nach langwierigen Verhandlungen und ist Teil einer breiteren Restrukturierung der deutschen Stahlindustrie. Ziel ist es, die Produktionskapazität zu erhalten und gleichzeitig die Arbeits- und Effizienzbedingungen zu optimieren. Der Ausstieg von Thyssenkrupp aus dem Betrieb der Duisburger Werke reduziert die operative Belastung für Salzgitter, während das Unternehmen seine Position im europäischen Stahlmarkt festigt.
Auswirkungen auf die Branche
- Kapazitätserhalt – Durch den fortlaufenden Betrieb bleibt die Produktionskapazität in Deutschland erhalten.
- Arbeitsmarkt – Die Reduktion der Belegschaft führt zu signifikanten Arbeitsplatzverlusten, jedoch wird ein Teil der Beschäftigten in andere Standorte verlagert oder durch Umstrukturierungsprogramme unterstützt.
- Effizienz – Salzgitter plant, die Prozesse zu optimieren, um Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
- Strategische Position – Die Vereinbarung stärkt Salzgitter als zentralen Akteur in der europäischen Stahlindustrie, während Thyssenkrupp seine Aktivitäten in Deutschland neu ausrichtet.
Ausblick
Der Übergang Anfang Juni wird die operative Verantwortung für die Duisburger Stahlwerke vollständig an Salzgitter verlagern. Die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen erfolgt in den kommenden Monaten, wobei die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und die Sicherstellung der Arbeitsbedingungen im Fokus bleiben.




