SAP SE fokussiert sich auf Künstliche Intelligenz und neue Preisstrategien
SAP SE hat seine Strategie im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) in zwei parallele Initiativen unterteilt.
1. Automatisierung der Migration von ABAP-Code
SAP entwickelt Basis‑Modelle, die auf realen ABAP‑Daten trainiert wurden. Diese Modelle unterstützen Entwickler bei der Analyse, Umwandlung und Aufwandseinschätzung von veralteten ABAP‑Codes, die auf Cloud‑Plattformen migriert werden sollen.
- Ziel ist die Reduktion manueller Schritte in der Code‑Umwandlung.
- Die Modelle liefern Empfehlungen zur Struktur des Zielcodes und schätzen den Aufwand für die Migration.
- SAP plant, die Lösung in den kommenden Quartalen für seine Enterprise‑Customers verfügbar zu machen.
2. „Forward‑Deployed Engineering" und nutzungsbasiertes Pricing
CEO Christian Klein kündigte die Gründung einer neuen Einheit an, die forward‑deployed engineering‑Teams umfasst. Diese Teams sollen Kunden bei der Erstellung von KI‑Anwendungen direkt auf SAP‑Technologie unterstützen.
- Die neue Einheit wird Kunden eng in den Entwicklungsprozess einbinden, um maßgeschneiderte KI‑Lösungen zu liefern.
- Parallel dazu wird die Abrechnung von traditionellen Abonnements auf ein nutzungsbasiertes Pricing umgestellt.
- Das Ziel ist, die Preisgestaltung stärker an den tatsächlichen Einsatz von KI‑Funktionen zu koppeln.
Marktbeobachtung
- SAP SE plant, die Quartalszahlen für das erste Quartal noch im Laufe dieses Monats zu veröffentlichen.
- Marktbeobachter analysieren, wie sich die KI‑Investitionen in Umsatz niederschlagen.
- Ein weiterer Fokus liegt auf der Reaktion der Kunden auf die Abkehr von festen Abonnementmodellen hin zu nutzungsbasierten Tarifen.
Durch die Kombination von automatisierter Code‑Migration und einem kundenorientierten Ansatz für KI‑Entwicklung strebt SAP SE an, seine Position im Cloud‑ und KI‑Markt zu stärken und gleichzeitig die Preisgestaltung an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen.




