Trade Republic, ein führender deutscher Neobroker, hat eine umfassende Neuausrichtung seiner Kundenservice‑Operationen angekündigt, um auf anhaltende Kritik zu reagieren. Das Unternehmen plant, mehr als tausend Mitarbeiter in sechs europäischen Service‑Centern einzusetzen, die rund um die Uhr Live‑Chat‑ und Telefon‑Support anbieten.
Die Initiative folgt auf die bisherige Abhängigkeit von Chatbots, die von vielen Nutzern als unzureichend für komplexe Anfragen empfunden wurden. Der CEO von Trade Republic betonte, dass die neue Struktur menschliche Agenten mit KI‑unterstützten Tools kombinieren werde, um eine Echtzeit‑Ticketverfolgung und schnellere Problemlösung zu ermöglichen.
Das Unternehmen hob zudem hervor, dass seine Handelsplattform, die Lang & Schwarz Exchange, die von der Hamburger Börse betrieben wird, trotz des EU‑Verbots von Payment‑for‑Order‑Flow‑Vereinbarungen weiterhin zentral für die Kundentransaktionen bleibt. Trade Republic plant, sein Preisgestaltungsmodell beizubehalten und gleichzeitig die Möglichkeit zu prüfen, die Handelsausführung über seine neu lizensierte Multi‑Dealer‑Plattform zu internalisieren.
Die Neuausrichtung soll die Zuverlässigkeit und das Kundenvertrauen in die Service‑ und Handelsangebote des Brokers erhöhen.




