Vertrag zwischen Aurubis AG und Viscaria zur Kupferbeschaffung ab 2028

Die Aurubis AG hat einen Liefervertrag mit der schwedischen Bergbaugruppe Viscaria abgeschlossen, der ab dem Jahr 2028 wirksam wird. Der Deal garantiert dem deutschen Kupferproduzenten rund 12 500 Tonnen Kupferkonzentrat pro Jahr, was ungefähr der Hälfte des von Aurubis angestrebten Jahresvolumens von 25 000 Tonnen entspricht. Das Konzentrat soll aus dem neuen Bergwerk in Nordschweden stammen, das seit 2028 für die Produktion von Kupfer eingesetzt wird.

Kontext und strategische Implikationen

Der Vertrag ist Teil einer breiteren Strategie zur Stärkung der europäischen Rohstoffunabhängigkeit. Branchenführer betonen regelmäßig die Bedeutung von verlässlichen Lieferketten, um Schwankungen in der Rohstoffversorgung zu reduzieren. Die Vereinbarung wurde in der schwedischen Botschaft in Berlin formalisiert und von mehreren deutschen Medienberichten aufgegriffen.

Marktreaktionen

Nach Bekanntgabe des Vertrags fiel der Aktienkurs von Aurubis moderat. Analysten interpretieren den Rückgang als Reaktion auf die veränderten Beschaffungsdynamiken, wobei die Erwartung besteht, dass langfristige Versorgungssicherheit das operative Risiko senkt, jedoch kurzfristig die Kostenstruktur beeinflusst.

Fokus des Unternehmens

Aurubis bleibt auf die Raffination und die Produktion von Kupferstäben sowie anderen Kupferprodukten konzentriert. Die Hauptanwendungen liegen in Stromkabeln, Bauleitungen und weiteren elektrischen Anwendungen. Die neuen Kupferlieferungen sollen die Produktionskapazität unterstützen und gleichzeitig die Position des Unternehmens als führender europäischer Kupferproduzent festigen.