2026‑Februar‑Update: Viscom SE – Lieferkettenengpässe, Prognose und Kursentwicklung

Aktuelle Kurs- und Bewertungsdaten

Am Tag der letzten Pressemitteilung (10. Februar 2026) stand der Schlusskurs von Viscom SE bei € 4,34. Im vergangenen Kalenderjahr schwankte der Aktienkurs zwischen einem Tief von € 2,84 (6. April 2025) und einem Höchstwert von € 5,90 (19. Oktober 2025). Der 52‑Wochen‑Bereich von € 3,06 spiegelt die Volatilität und die Unsicherheit wider, die in der Kommunikationsausrüstungsgemeinde derzeit herrschen.

Das Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (P/E) liegt bei –7,18 – ein deutliches Indiz für negative Gewinne und damit für anhaltende Profitabilitätsprobleme. Im Gegensatz dazu beläuft sich das Kurs‑Buchwert‑Verhältnis (P/B) auf 1,04, was nahelegt, dass der Markt das Unternehmen knapp über dem Buchwert bewertet. Diese Kennzahlen zeigen, dass Investoren zwar bereit sind, ein kleines Aufschlag über den Buchwert zu zahlen, aber dennoch Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Ertragskraft haben.

Fokus des letzten Quartals – Lieferkettenengpässe

Die jüngste Mitteilung betont die nachholbedürftigen Lieferungen als zentrales Thema des vierten Quartals. Die Beschleunigung von Produktionsengpässen in der Elektronik­lieferkette hat die Produktionskapazität von Viscom SE beeinträchtigt, was wiederum die Fähigkeit zur Erfüllung von Kundenaufträgen und die Einhaltung von Lieferfristen einschränkt. Diese Lieferkettenprobleme sind ein kritischer Risikofaktor, der in den kommenden Quartalen weiterhin die operative Leistung und die Umsatzentwicklung von Viscom SE beeinflussen wird.

Prognose für 2026 – Ausblick und Strategische Maßnahmen

In der Pressemitteilung wurde ein klarer Fokus auf die Prognose für 2026 gelegt. Viscom SE plant, die aktuellen Engpässe durch eine diversifizierte Lieferantenstrategie zu mindern, die Einführung von flexiblen Fertigungsprozessen zu beschleunigen und gleichzeitig die R&D-Investitionen in zukunftsfähige Kommunikationstechnologien zu erhöhen.

Der Ertragsplan für 2026 zielt darauf ab, die Margen zu verbessern und die Gewinnschwelle zu erreichen. Ein entscheidender Faktor wird sein, die Kostenstrukturen zu optimieren, insbesondere durch die Reduktion von Produktionskosten und die Verbesserung der Materialbeschaffung. Zudem wird angestrebt, die Produktpalette zu erweitern, um neue Marktsegmente zu erschließen und damit die Abhängigkeit von traditionellen Kommunikationsausrüstungen zu reduzieren.

Strategische Perspektive – Warum Investoren jetzt handeln sollten

Trotz der aktuellen Herausforderungen zeigt die Kursentwicklung von Viscom SE, dass der Markt die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens erkennt. Das moderate P/B von 1,04 deutet darauf hin, dass ein leichtes Aufschlag über dem Buchwert noch vorhanden ist – ein Indikator dafür, dass der Markt glaubt, dass sich die fundamentale Situation in naher Zukunft verbessern wird.

Investoren, die eine zukunftsorientierte Perspektive suchen, sollten die geplanten Maßnahmen zur Lieferkettenoptimierung, die Investitionen in neue Technologien sowie die geplante Margenverbesserung in Betracht ziehen. Diese Initiativen, unterstützt durch das Engagement von Viscom SE, könnten den Weg für eine stabile Ertragsentwicklung und einen Kursanstieg ebnen.

Schlussbemerkung Viscom SE befindet sich in einer kritischen Übergangsphase. Durch gezielte Maßnahmen zur Überwindung von Lieferkettenengpässen, die Fokussierung auf die Prognose für 2026 und die konsequente Umsetzung von Kostenoptimierungsstrategien kann das Unternehmen seine Position als führender Hersteller von Kommunikationsausrüstung stärken und langfristig den Wert für die Aktionäre erhöhen.