Unternehmensbericht der Wacker Chemie AG zu den Geschäftsergebnissen 2025

Die Wacker Chemie AG, ein Münchner Spezialchemiehersteller, der an der Xetra notiert ist, hat in seiner jüngsten Ergebnismitteilung deutlich gemacht, dass die Kennzahlen für das Jahr 2025 die von der Unternehmensführung gesetzten Erwartungen nicht erreichten. Die zugrunde liegende Ursache liegt laut Unternehmensführung in den schwierigen Marktbedingungen, die sich auf sämtliche Geschäftsfelder ausgewirkt haben.

Umsatz- und EBITDA‑Leistung

Der Umsatz des Unternehmens fiel im Jahr 2025 in den unteren Bereich der zuvor definierten Vorgaben. Auch das EBITDA, ein zentrales Maß für die operative Rentabilität, zeigte vergleichbare Ergebnisse. Die Ursachen hierfür liegen in einer schwächeren Nachfrage in allen Segmente des Unternehmens. Diese Nachfragerückgänge führten zu einer geringeren Produktionsauslastung, zu niedrigeren Verkaufsvolumina sowie zu einer Preisdepression. Ergänzend dazu trugen nachteilige Währungseffekte – insbesondere ein Abwertungsverhältnis der europäischen Währungen gegenüber dem US-Dollar – zu den ergebnisnegativen Auswirkungen bei.

Kostenreduktionsinitiative „Projekt PACE"

Um den erlittenen Belastungen entgegenzuwirken, hat die Wacker Chemie AG die Kostenreduktionsinitiative „Projekt PACE" ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, sowohl die Fertigungskosten als auch die Kosten der globalen Verwaltung zu senken. Durch die Umsetzung struktureller Maßnahmen und Prozessoptimierungen soll die Effizienz des Unternehmens nachhaltig erhöht werden, ohne die Produktqualität oder die Innovationskraft zu beeinträchtigen.

Abschreibungen und Betriebsausfälle

Ein signifikanter Bestandteil der Ergebnisrechnung war die Behandlung von Betriebsausfällen. Für das Jahr 2025 wurden Betriebsausfälle in Höhe von rund 800 Million Euro verzeichnet. Diese Verluste wurden teilweise durch Abschreibungsanpassungen in Höhe von etwa 600 Million Euro ausgeglichen, wodurch das Unternehmen zu einem negativen Nettoergebnis kam. Die Abschreibungsanpassungen spiegeln die fortlaufende Neubewertung der Vermögenswerte wider und wurden eingesetzt, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu wahren.

Cash‑Flow und Investitionsausgaben

Der Cash‑Flow der Wacker Chemie AG wurde durch gezielte Kürzungen der Investitionsausgaben beeinflusst. Das Unternehmen hat in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in der Modernisierung der Produktionsanlagen Sparmaßnahmen ergriffen. Diese Reduzierung der Ausgaben soll dazu beitragen, die Liquidität zu stärken und gleichzeitig die Kapitalstruktur zu optimieren, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gefährden.

Marktkontext und Reaktion der Investoren

Die Mitteilung erfolgte in einem breiteren Marktkontext, in dem der MDAX-Index an diesem Tag mit einem moderaten Rückgang schloss. Der Rückgang des Index spiegelt die allgemeine Vorsicht der Investoren wider, die durch die unsichere wirtschaftliche Lage und die Schwankungen in den Rohstoffpreisen verstärkt wird. Die Ergebnisse der Wacker Chemie AG, die unter anderem von schwächeren Nachfragebedingungen geprägt waren, haben somit in einem Umfeld präsentiert, in dem die Anleger bereits vorsichtig agierten.


Die Unternehmensführung betont, dass die Maßnahmen, insbesondere das Projekt PACE, eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der zukünftigen Rentabilität spielen werden. Durch eine konsequente Kostenoptimierung, die Beibehaltung von Investitionen in Schlüsselbereiche und die Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen will die Wacker Chemie AG ihre Position als führender Spezialchemiehersteller langfristig festigen.