Unternehmensnachrichten
Bayer AG hat am 12. März 2026 eine Klage in einem US‑Bundesgericht in Delaware eingereicht, in der die Hersteller von mRNA‑COVID‑19‑Impfstoffen – BioNTech, Pfizer und Moderna – wegen angeblicher Patentverletzungen im Zusammenhang mit einer älteren Monsanto‑Technologie angeklagt werden. Der Rechtsstreit konzentriert sich auf die vermeintliche Nutzung von Monsanto‑abgeleitetem geistigem Eigentum bei der Entwicklung der mRNA‑Plattform, die im Kern der heutigen Impfstoffe steht. Der Sprecher des Unternehmens bestätigte die Einreichung und stellte klar, dass die Klage eine Entschädigung für die behauptete Verletzung fordert.
In der gleichen Woche kündigte Bayer die Kooperation mit der KI‑ausgerichteten Plattform Cradle an. Durch diese Partnerschaft soll die Entdeckung und Optimierung von Antikörpern beschleunigt werden, was Bayers fortlaufende Investition in maschinelles Lernen‑gestützte Forschung unterstreicht. Die Kombination aus juristischem Druck und strategischer technischer Kooperation signalisiert, dass Bayer sich nicht nur auf seine traditionellen Kerngeschäftsbereiche – Pharmazeutika, Diagnostik und Agrarprodukte – stützt, sondern aktiv die Grenzen seiner Innovationskapazität erweitert.
Analysten weisen darauf hin, dass die rechtliche Auseinandersetzung die Perspektive von Bayer beeinflussen könnte. Trotz des potentiellen Risikos bleibt die Klage die bedeutendste aktuelle Entwicklung des deutschen Konglomerats und verdeutlicht zugleich seine Bereitschaft, sowohl seine Patentrechte zu verteidigen als auch in zukunftsweisende Technologien zu investieren.




