Worthington Steel hat die erste Annahmephase eines öffentlichen Übernahmeangebots für Klöckner & Co SE abgeschlossen und damit die Mehrzahl der Aktien des deutschen Stahlvertriebsgebers gesichert. Das Angebot, zu einem Preis von 11 € pro Aktie, hat ein Unterstützungsniveau erreicht, das den erforderlichen Schwellenwert überschreitet, und eine zweite Annahmephase ist vom 1. April bis 14. April 2026 vorgesehen.

Die Transaktion steht noch unter regulatorischer Genehmigung und soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr des Jahres abgeschlossen werden. Das Management von Klöckner hat erklärt, dass das Unternehmen weiterhin eigenständig unter dem aktuellen CEO operieren wird, während der Eigentumswechsel voranschreitet. Das Angebot hat starke Aktionärsbeteiligung erhalten, und weitere strukturelle Schritte – darunter ein möglicher Ausstieg aus der Börse oder ein Squeeze‑Out – könnten nach Abschluss geprüft werden.

Das Geschäft gilt als bedeutende Entwicklung im europäischen Metallverarbeitungssektor.


Der Verlauf der ersten Annahmephase

Im Rahmen der ersten Annahmephase hat Worthington Steel die Mehrheit der ausstehenden Anteile von Klöckner & Co SE erfasst. Durch die Erreichung des von den Regulierungsbehörden geforderten Unterstützungsniveaus hat Worthington die notwendige Basis geschaffen, um den Kaufprozess weiterzuführen. Diese Entwicklung signalisiert sowohl den Markt als auch die Investoren, dass die Übernahme ernsthaft in Betracht gezogen wird.

Zeitplan und regulatorische Überprüfung

Die zweite Annahmephase wird vom 1. April bis 14. April 2026 stattfinden. Während dieses Zeitraums werden die verbleibenden Anteile angefragt, um die vollständige Übernahme zu ermöglichen. Der gesamte Prozess ist noch im Gange, da regulatorische Genehmigungen eingeholt werden müssen. Das Management gibt an, dass ein Abschluss im zweiten Halbjahr des Jahres erwartet wird, vorausgesetzt, es treten keine unerwarteten Hindernisse auf.

Fortführung des operativen Managements

Wichtig zu betonen ist, dass Klöckner & Co SE weiterhin unter der Führung des aktuellen CEO und mit einer eigenen Managementstruktur operieren wird. Dies stellt sicher, dass die tägliche Geschäftsführung nicht unterbrochen wird und die Stabilität des Unternehmens gewahrt bleibt, während die Eigentumsveränderung schrittweise voranschreitet.

Mögliche zukünftige Schritte

Sobald die regulatorischen Genehmigungen vorliegen und die Transaktion abgeschlossen ist, könnte Worthington Steel weitere strukturelle Maßnahmen prüfen. Dazu gehören ein möglicher Börsenrückzug (Delisting) oder ein Squeeze‑Out, um die verbleibenden Aktien vollständig zu übernehmen. Diese Schritte würden den Übergang von Klöckner & Co SE zu Worthington Steel abschließen und die Integration in das globale Stahlportfolio des Unternehmens ermöglichen.

Auswirkungen auf den europäischen Metallverarbeitungssektor

Die Übernahme ist ein bedeutender Meilenstein im europäischen Metallverarbeitungssektor. Sie stärkt die Position von Worthington Steel als einen der führenden Akteure in der Branche und erweitert die geografische Präsenz von Klöckner & Co SE in den Vereinigten Staaten. Der Zusammenschluss wird voraussichtlich Synergien in den Bereichen Logistik, Vertrieb und Forschung & Entwicklung generieren, die das Wachstum beider Unternehmen fördern.


Der Abschluss dieser Transaktion wird das Marktgefüge im Stahlvertriebsbereich nachhaltig verändern und könnte den Weg für weitere Konsolidierungen im europäischen Markt ebnen. Investoren und Analysten beobachten daher die weiteren Entwicklungen mit großem Interesse, da sie direkte Auswirkungen auf die Bewertung und die zukünftigen strategischen Entscheidungen im Metallverarbeitungssektor haben könnten.